Modelexikon
Damenblazer
Dress for success: der Damenblazer
Ob der Damenblazer formell zwanglos wirkt, hängt vor allem davon ab, womit man ihn kombiniert. Stilvoll ist der edle Blazer allemal, ob in Cord, Samt, Leder oder Leinen – oder auch ganz leger in Jeans. Damit qualifiziert er sich für einen festen Platz in jeder Grundausstattung.
Von der Seefahrerjacke zum Klassiker der Damenbekleidung
Königin Victoria gefielen 1837 die neuen Gala-Uniformjacken der Besatzung der Fregatte „Blazer“, die eigens für diesen Besuch angefertigt worden waren, so gut, dass sie zur neuen Standardbekleidung der königlichen Marine avancierten. Mit diesem Ritterschlag versehen, eroberte der Navy Blazer – klassisch in Dunkelblau mit goldenen Knöpfen und Seitenschlitz – die zivile Herrenmode im Sturm. Bis er auch als Damenblazer verfügbar wurde, musste erst geraume Zeit vergehen. Und er musste den Umweg über die britischen Schuluniformen nehmen, bis er schließlich in den Achtzigern unter dem Motto „Dress for success“ vor allem bei einer neuen Generation selbstbewusster, karriereorientierter Frauen zur programmatischen Ansage an die männerdominierte Berufswelt wurde.
Tailliert mit Schulterpolstern, aufgesetzten Pattentaschen und Knopfreihe – so kennt man den Damenblazer. Inzwischen haben sich viele andere Formen etabliert, und der Damenblazer ist längst mehr geworden als ein semiformeller Business-Dress. In Kombination mit Khakis oder Jeans getragen, mit Leinenhosen oder über einem eleganten Shirt, als Kurzblazer oder Longblazer hat er längst souverän die Freizeitmode erobert.







