Modelexikon
Damenjacke
Die Damenjacke: von funktionell bis elegant
Grundsätzlich wird als Jacke ein Kleidungsstück bezeichnet, dass Arme und Oberkörper bedeckt, vorne offen ist und mit Knöpfen, Haken oder Reißverschlüssen geschlossen werden kann. Hinter der schlichten Bezeichnung „Damenjacke“ verbirgt sich ein weites Feld von Kleidungsstücken, die von funktionellen Jacken für den Outdoorbereich über Freizeitjacken und Kostümjacken bis hin zu den klassischen Jackenformen reicht. Zu letzteren zählen beispielsweise Damenblazer, Blousons, Boleros oder Janker. Dabei deckt die Damenjacke eine Vielzahl von Stilen ab und lässt sich mit Hosen, Röcken, Blusen und Pullovern hervorragend kombinieren. Gelegentlich werden Damenblazer mit lang ausgezogenem Revers als Sakkos bezeichnet, doch technisch gesehen ist diese Bezeichnung nicht korrekt, da das Damensakko traditionell im Reitsport beheimatet ist.
Die Damenjacke und ihre bäuerlichen Wurzeln
Seit dem ausgehenden Mittelalter findet man Darstellungen von jackenähnlichen Kleidungsstücken in bildlichen Darstellungen. Der Antike und dem hohen Mittelalter war die Jacke unbekannt. Zunächst als Alltagskleidung einfacher Leute oder kostengünstige Rüstung niederer Ränge beim Militär verwendet, eroberte die Jacke sich einen festen Platz in der Zivil- und in der Militärkleidung. Als Damenjacke taucht das volkstümliche Kleidungsstück in Europa im Gefolge der Französischen Revolution und bald darauf im frühen 19. Jahrhundert als Spencerjäckchen in Großbritannien auf. Innerhalb kurzer Zeit löste die Damenjacke Fichu, Überwurf und Schultertuch als wärmende und modische Überbekleidung zumindest in den städtischen Lebensräumen ab.







