Modelexikon
Damenmantel
Der Damenmantel: stilvoller Klassiker
Als Mantel bezeichnet man ein einteiliges Kleidungsstück mit Ärmeln, das im Gegensatz zur Damenjacke immer über Hüften und Gesäß reicht und zumindest den oberen Teil der Beine bedeckt. Ein Damenmantel unterscheidet sich vom Herrenmantel nicht nur in Schnitt und Verarbeitung, sondern oft auch in der Wahl der Materialien. Wie beim Herrenmantel haben sich auch beim Damenmantel im Laufe der Zeit zahlreiche Sonderformen wie zum Beispiel Capuchon, Redingote, Blazermantel, Trenchcoat, Dufflecoat oder andere herausgebildet.
Der Damenmantel und seine Ahnenreihe
Die Mäntel der Antike waren oft nicht mehr als ein kreisförmiges oder rechteckiges Stück Stoff, das um die Schultern geschlungen und mit einer Fibel oder Schließe zusammengehalten wurde. Und auch wenn die Römer schon die paenula kannten, den Regenmantel mit Kapuze und gelegentlich auch mit Ärmeln, war noch im Mittelalter der Mantel meist nicht viel mehr als ein dicht gewebtes Cape aus Wolle, Leinen oder gegebenenfalls Leder. Die Mantelformen waren häufig den klimatischen Bedingungen ihrer Entstehungsregion angepasst. Die heute noch geläufigen historischen Mantelformen (außer Poncho und Cape) entwickelten sich fast alle im Laufe des 19. Jahrhunderts oder später.
Mit oder ohne Gürtel, mit Applikationen oder Ziernähten, gefüttert oder gesteppt, aus Wolle, Baumwolle, Seide, Leder oder Kunstfaser – der Damenmantel, vor allem im Winter beliebt als Winterjacke, ist eines der vielseitigsten Kleidungsstücke und erlaubt eine Vielzahl modischer Variationen.







