Modelexikon
Jacquards
Jacquards sind ein Musterbeispiel für Ideenreichtum
Als Jacquards bezeichnet man im engeren Sinne in Jacquardtechnik beziehungsweise in Jacquardmusterung hergestellte Pullover. Unter Musterung versteht man hierbei nicht in erster Linie die optische Gestaltung, sondern die Bindungstechnik, die sich durch die Einzelsteuerung der Kettfäden beim Weben oder Wirken auszeichnet. Hierdurch wird der Herstellungsprozess programmierbar, sodass auch komplizierte vielfarbige Muster und Bildmotive der Pullis maschinell hergestellt werden können. Jacquards sind in der Damenmode, in der Herrenmode und als Kinderbekleidung gleichermaßen beliebt.
Jacquards – ein Kettfaden macht Geschichte
1805 erfand der Franzose Joseph-Marie Jacquard die Steuerung des mechanischen Webstuhls mit Hilfe von Lochkarten. Diese technische Innovation machte es möglich, auch sehr komplizierte Muster automatisch herzustellen. Etwa ab 1830 fand die Jacquardtechnik auch bei Strick- und Wirkmaschinen Anwendung. Nicht nur Bekleidung, sondern auch Tischwäsche, Bettwäsche und vieles andere mehr wurde in der neuen Technik hergestellt, die schnell zum Standard der automatisierten Textilherstellung wurde und damit einen erheblichen Beitrag zur industriellen Revolution leistete. Damenpullover in Jacquardmustern sind aufgrund ihrer optischen Vielfalt sehr gefragt. Jacquards lassen sich als einfacher Pulli oder in Kombination mit Kragenblusen oder Hemdblusen tragen und passen sehr gut zu Jeans oder unifarbenen Freizeithosen. Streifenmuster, abstrakte oder Schneeflockenmuster, Norwegermuster, Bildmotive oder farbige Flächen – Jacquards bestechen mit grossem Abwechslungsreichtum bezüglich Farbe und Form.







