Modelexikon
Kurzblazer
Der Kurzblazer – seit dem 19. Jahrhundert gut gekleidet
Als Blazer werden ursprünglich der blaue Zweireiher mit goldenen Knöpfen der Navy und die dunklen Clubjacken der britischen Ruderclubs bezeichnet. Beide Varianten werden bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts von Herren getragen. Anders als der Longblazer hat der Kurzblazer seinen Ursprung wahrscheinlich in der Damenmode. Als Teil des Damenkostüms wird der Kurzblazer schon seit Ende des 19. Jahrhunderts von berufstätigen Frauen getragen. Besonders in den Fünfziger- und Sechzigerjahren erfreut sich der Kurzblazer großer Beliebtheit. Zu den hochgeschnittenen Röcken dieser Zeit wirkt das kurze Jäckchen, das meist zugeknöpft getragen wird, adrett und aufgeräumt. Designer Christian Dior macht die taillierte Variante des Blazers mit seinem New Look weltberühmt, während Coco Chanel den Tweedblazer als Teil ihres Kostüms etabliert.
Kurzblazer – Allrounder unter den Jacken
Während der Kurzblazer lange lediglich ein Teil des Damenkostüms war, ist es inzwischen ebenso üblich, den Damenblazer außerhalb des Ensembles zu tragen. Er kann nicht nur zu einer schicken Tuchhose oder einer Bermuda, sondern auch zu einem Jeansrock oder auch zu Jeans kombiniert werden. Dabei wirkt der Kurzblazer je nach Kombination sportlich, elegant oder festlich. Neben dem Tweedblazer haben sich in den letzten Jahren auch der Samtblazer und der Cordblazer als modische Blazervarianten etabliert.







