Modelexikon
Schlafanzüge
Schlafanzüge: Vom Freizeitanzug zum Pyjama
Schlafanzüge bestehen in der Regel aus einem hemdähnlichen Oberteil und einer einfachen Hose mit Gummibund oder Tunnelzug. Ursprünglich stammen Schlafanzüge, dort als Pyjamas bekannt, aus Indien. Von dort werden die Freizeitanzüge als Pyjama Mitte des 17. Jahrhunderts von den britischen Kolonialherren nach Europa gebracht. Zunächst kann sich der Schlafanzug jedoch hier nicht durchsetzen und etabliert sich erst zum Ende des 19. Jahrhunderts als Nachtmode. In der Nachtwäsche für Herren wird das Nachthemd durch den Schlafanzug bis zum Ende des Ersten Weltkrieges beinah gänzlich ersetzen. Der Schlafanzug für Damen wird jedoch erst ab diesem Zeitpunkt populär. Bis dahin ist das Nachthemd die einzige für Frauen übliche Nachtwäsche.
Der Schlafanzug: bequeme Nachtmode
Während es in den 20er Jahren sogar üblich ist, Schlafanzüge am Strand zu tragen, sind sie heute bis auf einige modische Ausnahmen, wie den Ausgeh-Pyjama von Dolce & Gabbana, ausschließlich dem häuslichen Gebrauch vorbehalten. Wer heute den Schlafanzug kaufen will, sieht sich einer grossen Auswahl gegenüber. Aufgrund ihrer bequemen Passform und der Verwendung von weichen Materialien bei der Fertigung sind Schlafanzüge beispielsweise von Madeleine heute die beliebteste Nachtwäsche. Gelegentlich werden sie beim Frühstück oder bei einem gemütlichen Abend auf dem Sofa sogar als Freizeitanzüge eingesetzt.







